Yoga-Basierte Traumatherapie 

mit Dietmar Mitzinger


Die Weiterbildung ist in einer Seminar-Reihe in Dresden organisiert und über die Ostdeutsche Psychotherapeuten-Kammer OPK akkreditiert mit 24 Punkten pro Wochenende. 

 

Teilnahme-Voraussetzungen:

Der Kurs richtet sich an ärztliche und psychologische Psychotherapeuten bzw. Körpertherapeuten, sowie erfahrene Yogalehrer, die über Erfahrungen im Umgang mit Traumatisierten bzw. Grundkenntnisse über Traumatherapeutische Ansätze verfügen. Eine Bereitschaft zur Selbsterfahrung ist erforderlich, da sie wesentlicher Bestandteil der Fortbildung ist. Die Schweigepflicht der Teilnehmer ist vorausgesetzt.

 

Was ist YBT?

Es handelt sich bei der Yogabasierten Traumatherapie um eine Weiterentwicklung des Traumasensiblen Yoga. Die nachfolgend dargestellten Inhalte sind als Ergänzung zu traumatherapeutischem Vorgehen zu verstehen. Sie sind auch generell in der Psychotherapie einsetzbar und werden praxisbezogen angeboten. Die neuen Erkenntnisse beruhen auf einer Integration aus bestehendem Wissen aus Medizin, Psychotherapie und Yoga. Sie sind in laufende Therapieprozesse integrierbar und bilden eine wertvolle Ergänzung zu praktizierter Psychotherapie. Ein bisher fehlendes Puzzle:  Durch diese spezifische Einbeziehung des Körpers wird eine Einflußnahme auf Bereiche des Hirnstammes möglich. Damit wird direkt auf die Auslöse-Schwelle der unbedingten Reflexe und die davon ausgehende Symptome Einfluss genommen. Weiterlesen ...


Inhalte
Das Einführungsseminar behandelt die Prozesse des Pranayama und Pratyahara, incl. medizinischer Grundlagen und traumatherapeutischer Modelle, welche in den Aufbaukursen vertieft werden. Bereits in der Einführung erhalten die Teilnehmer einen Eindruck von der praktischen Anwendung und Auswirkungen von Pranayama durch Erlernen spezieller Techniken. Zudem erfolgt eine Vorstellung der gegenwärtig laufenden Studie an der Universität Duisburg/Essen zu den Effekten bei Anwendung von Pranayama auf PTBS.  Es werden erste praktische Körperübungen/Asanas als muskuläres Entwicklungssystem vermittelt und ein Ausblick auf die weiteren Inhalte gegeben.

 

Durch YBT wird Yoga-Praxis wertfrei und achtsam gestaltet. Die zu Beginn angeleiteten speziellen Pranayama-Übungen inklusive der intentionalen Atemreflex- Hemmung führen zu einer Stabilität im Sinne der erhöhten Auslöseschwelle der unbedingten Reflexe und somit zu einer verbesserten Affektregulation. Das achtsame Praktizieren spezieller Energie-Asanas befördert das Abrufen abgespaltener, eingefrorener Körper-States/Affekte. Im Pratyahara, dem wertfreien Wahrnehmen und Benennen von Affekten, erfolgt eine Schulung des Gewahrseins.  Weiterhin geschieht eine Vertiefung der individuellen Yoga-Praxis. Es wird ein Zugang zu den tiefer liegenden Emotionen ermöglicht und die Entstehung neuer neuronaler Netzwerke und damit posttraumatisches Wachstum gefördert.

Unter sicheren Bedingungen im therapeutischen Kontext kann durch Umlernen des Körpergedächtnisses eine Integration abgespaltener Prozesse erleichtert werden. Durch Training individuell spezifischer Muskulatur geschieht eine Nachreifung von Körper-States. Dies wirkt  nachhaltig auf die Reduktion spezifischer Symptomatik und Störungsbilder.

Struktur:
1. Intentionale Atemreflex-Hemmung
, bestehend aus einer Konfiguration des Pranayama. (Die wird z.Zt. an der Universität Duisburg-Essen, Kliniken Essen Mitte, bezogen auf seine Wirksamkeit zur Steigerung der Affekttoleranz, untersucht.)

2. Emotionsorientiertes Üben von Asanas

3. Pratyahara: Hier werden Emotionen so verarbeitet, dass sie zur Steigerung der emotionalen Stabilität beitragen.

Fortbildungsziele:

  • Beherrschung des Pranayamas zur Arbeit bei sich selbst und mit Klienten
  • Beherrschung im emotionsorientierten Einsatz von Pratyahara bei sich selbst und mit Klienten
  •  Kompetenz zur Integration von Asanas, Pranayama und Pratyahara                        

(Nähere Angaben zu den Inhalten auch unter www.yoga-basierte-traumatherapie.de)

Rahmenbedingungen:
5 Wochenenden zu jeweils 3 Tagen incl. 1 Einführungskurs

 

Der Inhalt der Seminare ist nahezu identisch. Da es sich um übende Verfahren handelt, werden diese in den Folgeseminaren vertieft.  Selbstverständlich erfolgt in jedem Kurs eine weiterführende Wissensvermittlung. 

 

Einführungskurs: 
31.01.-02.02.2020 (Anmeldung zu Vertiefungen im laufenden Kurs durch Terminverschiebung infolge Corona möglich)

Vertiefung: 11.09.-13.09.2020, 29.01.-31.01.2021, 16.04.-18.04.2021, 18.06.-20.06.2021

                                        

Ort:   
Yogahaus Dresden, Loschwitzer Str. 7, 01309 Dresden

 

Kosten:  430,00 €  pro Wochenende

 

Verpflegung:  Eine freundliche Pausenverpflegung mit Fingerfood und Getränken steht bereit. In der Mittagspause besteht die Möglichkeit eine gastronomischen Einrichtung zu nutzen. 

Termine:

Infolge Terminverschiebungen durch Corona sind Anmeldungen für den laufenden Kurs (ab 11.-13.09.2020, 29.01.-31.01.2021, 16.04.-18.04.2021, 18.06.-20.06.2021) möglich. 

Teilnahme-Erklärung

Mit Ihrer Unterschrift der persönlichen Teilnahme- Erklärung ist eine Stornierung ausgeschlossen, bzw. können Sie für das Einführungsseminar einen Ersatz-Teilnehmer benennen. Die Aufbau-Seminare 2-4 werden in  einer geschlossener Gruppe durchgeführt, weshalb hier kein Ersatz benannt werden kann.
Die Teilname-Gebühr ist fällig, nachdem Sie die Rechnung per Email erhalten haben.
 
Zur persönlichen Absicherung können Sie
1. den Abschluß einer Seminar-Ausfall-Versicherung vornehmen, 
2. bei Verhinderung im Einzelfall die Möglichkeit zum Nachholen in einem zusätzlichen Seminar mit halboffener Gruppe oder an einem anderen Seminar-Ort wie Neuss oder Essen nutzen.  

Kurzportrait des Referenten  

Dipl.-Psych. Dietmar Mitzinger 


Yoga-Lehrer (Schule von Sri Friedrich Schulz-Raffelt) Mitbegründer des BDY.
Psychologischer Psychotherapeut/ Verhaltenstherapie.
2000-2008  Ausbildungsleiter für Yogalehrer beim BDY. Ehemaliges Mitglied der Anerkennungskommission Yoga bei der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren.
Dozent, Selbsterfahrungsleiter, Supervisor, und Lehrpraxisinhaber an der Akademie für Verhaltenstherapie (AVT) in Köln.
Leiter einer Psychologischen Praxis mit Kassenzulassung in Neuss.
Leiter der Arbeitsgruppe „Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie“ bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).
 
Leitender Studientherapeut der Studie
„Randomisierte kontrollierte Studie zu Yoga bei Posttraumatischer Belastungsstörung (YOGA-PTBS)“ Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Universität Duisburg-Essen.
 
Autor:
1.Yoga im Tauchen
2.Yoga in Prävention und Therapie, Deutscher Ärzteverlag 2009
3.Der Pranayamaeffekt in der Traumaarbeit, Jungfermann-Verlag 2018
4.diverse Fachartikel über Yoga.

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